Universum

Von der kühnen Vision zum Riesenerfolg

Die Hintergrundstory des Universum® Science Center Bremen  

1996 entstand in einem Kreise engagierter Professoren und des Rektors der Universität Bremen der ehrgeizige Plan, in der Hansestadt ein Wissenschaftscenter mit ausgeprägtem Erlebnischarakter aufzubauen. Inhaltlicher Vordenker für die Universität Bremen war Dr. Martin Mehrtens, Dezernent für Organisation und Personalentwicklung, den Part der wissenschaftlichen Betreuung übernahm Prof. Dr. Gerold Wefer, Geowissenschaftler an der Universität Bremen. Ihr Ziel war wissenschaftliche Phänomene so aufbereitet und schmackhaft zu präsentieren, dass sie so spannend wie einen Krimi oder die Vorweihnachtszeit von den Besuchern angenommen würden.
Im Verlauf der Projektplanung wurden der Bremer Architekt Thomas Klumpp, der Bauunternehmer und Privatinvestor Kurt Zech sowie Dr. Carlo Petri von der Hamburger Edutainment-Beratungsfirma Petri & Tiemann GmbH für die Ausführung des Plans gewonnen. Um die Synergie-Effekte des Science Centers für Fachtagungen, Firmenevents und Übernachtungsgäste mit der nötigen Infrastruktur bedienen zu können, wurde die Idee des Science Centers um den Bau eines Hotels und des Conference Centers ergänzt. Das Gesamtprojekt erhielt den Namen Universum, das Wissenschaftscenter wurde zum Universum® Science Center Bremen.
Die neu gegründete Stiftung Universum GmbH als künftige Besitzgesellschaft des Science Centers akquirierte auch die für den Bau nötigen öffentlichen Mittel. Für die restlichen Baukosten des Gesamtprojekts Universum wurden Privatinvestoren gefunden, so dass es sich insgesamt um ein Private-Public-Partnership handelt.
In einer vergleichsweise kurzen Bauzeit von nur anderthalb Jahren wurde das Universum® vollendet. Eine 75-köpfige Belegschaft arbeitete ununterbrochen und bis zu drei Schichten, um das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 34,77 Mio. € vom Frühjahr 1999 bis zur Eröffnung am 9. September 2000 fertig zu stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden allein für das Science Center 6.000 Kubikmeter Beton, tonnenschwere Stahlträger und leichte Holzkonstruktionen verarbeitet. Seine charakteristische, silbrigglänzende Optik erhielt der an einen Wal erinnernde Bau dank einer Außenhaut aus 40.000 Edelstahlschindeln. Seine Maße: Höhe 27 m, Breite 22 m, Länge 70 m.
Die in der Planung angepeilten 300.000 Besucher pro Jahr waren schon nach siebeneinhalb Monaten erreicht. Nach einem Jahr hatten bereits 510.000 Besucher die 250, größtenteils interaktiven Exponate bestaunt und erforscht, kurz vor dem zweiten Geburtstag konnte sogar der millionste Gast begrüßt werden. Die Aufenthaltsdauer im Science Center liegt statistisch bei 3,5 Stunden. Um die Erlebniswelten in den Expeditionen Mensch, Erde und Kosmos zu erleben, reisen circa 80% der Besucher aus einem Umkreis von bis zu 2 Stunden Fahrtzeit an, 15% kommen aus den übrigen Bundesländern, 5% sogar aus dem Ausland.

"Leben ist nicht rechtwinklig, nicht geradlinig, nicht orthogonal geometrisch charakterisiert. Leben ist organisch, weich, fliessend, gekrümmt und unregelmäßig geformt. So ist auch das Science Center organisch geformt, dynamisch ausgerichtet und geheimnisvoll, vieldeutig entwickelt. Man ist gespannt auf den Inhalt."
Thomas Klumpp, Architekt

Im Mai 2007 wurde das Richtfest für den Erweiterungsbau "Visionarum" mit dem Turm der Lüfte gefeiert. (Mehr)

http://www.universum-bremen.de
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