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Die
Kleine Wümme
Die
Kleine Wümme war einst bestimmend für den Charakter des Ortsbildes
Horn-Lehes. Auf sie wurden plattdeutsche
Lieder gedichtet und es gibt die Erzählung,
dass die Horner Jungs und Mädchen mit Wümmewasser getauft wurden.
Zumindest ist gesichert, dass die kleine Wümme von der Horner Kindern
im Sommer gerne zum Baden und im Winter zum Schlittschuhlaufen genutzt
wurde.
Ursprünglich diente die kleine Wümme zusammen mit dem
Vahrer Fleet als Sammler für die Gräben, die Wiesen des Hollerlandes
vom Blockland bis nach Sebaldsbrück entwässerten.
1936
wurde die kleine Wümme mit dem Autobahnbau reguliert. Dies führte zu
vielfältigen Problemen wie z.B. der Versumpfung des Nedderlandes und
Rockwinkels.
Mitte der sechziger Jahre erfolgte die Aufhebung des Staus an der
Achterstraße, die Umleitung der
kleinen Wümme in das Vahrer Fleet und die Trockenlegung am
nördlichen Ende der Riensberger und im gesamten Verlauf der
Berckstraße. 1975 wird die "Hornster
Brücke" über die Horner Heerstraße beseitigt.
Heute ist ein Großteil
der Kleinen Wümme zugeschüttet. Über dem ehemaligen Flusslauf
wurden Straßen und Häuser gebaut. Sichtbar ist noch der verlauf
entlang der Achtertraße und ein kleiner Teil am Schorf.
1816
(ca.)
Bau einer
steinernen
Brücke
über
die
kleine
Wümme,
welche
die
Rhiensbergerstraße
mit
der
Achterstraße verbindet
(Verh.
zwischen Senat und Bürgerschaft 18.4.1856)
1846 (?)
Regulierung, Erhöhung und Verstärkung der Deiche an der kleinen Wümme
und einem Theil des Torfcanals und Kuhgrabens. (Bürger-Convents-Verhandlungen:
18.09.1846)
1846
Anlage eines Siels und einer Dampfmühle am
Punkendeich (Verh. zwischen Senat und Bürgerschaft
9.11.1849)
1856
Die Wegebaudeputation schlägt die Erneuerung der Brücke über die
Kleine Wümme an der Riensberger Str. vor (Verh. zwischen Senat und
Bürgerschaft 18.4.1856)
Die Wegebaudeputation beantragt eine Nachbewilligung für den Bau der
Brücke in Höhe von 1050 Thalern (ebenda 16.4.)
Die Deputation zur Revision der Deichordnung schlägt in einem Bericht
zur Entwässerung des Blocklandes u. A. vor, die Dampfkraft der
Entwässerungsturbinen zu erhöhen sowie die Errichtung eines
Schöpfwerks an der Mündung der Kleinen Wümme am alten Deich (ebenda
27.6.)
1861
Die Deputation zur Revision der Deichordnung stellt eine zunehmende
Verschmutzung des Kuhgrabens und der Kleinen Wümme durch vermehrtes
Abwasser fest, Dadurch werde das Wasser in den Gräben so verdorben, "daß
das
Vieh
es
nicht
saufen
kann
und
die
Fische
davon
sterben.
Davon
wird
zugleich
die
Luft
so
verpestet,
daß
es
zu
Zeiten
unmöglich
ist,
ohne
nachtheilige
Folgen
für
das
körperliche
Befinden
den
Kuhgraben
und
die
kleine
Wümme
mit
Schiffen
zu
befahren,
ja,
daß
es
zu
Zeiten
Menschen
gar
nicht
in
der
Nähe
aushalten
können.
(Verh. zwischen Senat und Bürgerschaft 4.10.1861)
1864
In der Vereinbarung mit der Kgl. Hann. Regierung zur Verbesserung der
Torfschifffahrt verpflichtet sich der Bremer Senat den Abzugsgraben
von der kleinen Wümme nach Kuhsiel "untadelhaft und in der nach
dem Projecte und Zwecke der Verbesserungn nöthigen Art unterhalten und
eventuell erneuern lassen." (Verh. zwischen Senat und Bürgerschaft
9.9.1864)
1880
Die Baudeputation beantragt 33600 M als "Außerordentliche Ausgaben"
zur Reinigung der Kleinen Wümme zu bewilligen. (Verh. zwischen Senat
und Bürgerschaft 26.11.1880)
1890
Für die Reinigung der kleinen Wümme werden 128000 M als
außerordentliche Ausgaben in den Haushalt eingestellt (Verh. zwischen
Senat und Bürgerschaft 29.5.1890)
1927
Bürgerschaft fordert die Wiederherstellung des Staus unterhalb der
Brücke der Kleinbahn (Verh. zwischen Senat und Bürgerschaft
28.10.1927)
1928
Bürgerschaft ersucht den Senat sich für den Bau des Staus an der
Achterstr. beim Stauverband einzusetzen (Verh. zwischen Senat und
Bürgerschaft 24.2.)
1935
Verlegung
der Kleinen Wümme von der Berckstr. durch den Rhododendronpark (BZ
13.8.)
1967
Verrohrung der Kl. Wümme unter der Heerstr.
fertig gestellt (WK 12.9.)
2022
Platz für Fischlaich (Stk 21.3.22)
16 Kilometer Lebensraum (StK 23.6.22)
2024
4,8 Mio Euro für die Kleine Wümme (WK13.4., WueZ 17.4.)
2026
Kein Geld von UBB für die Ausbesserung des Weges in Höhe der Bremer
Heimstiftung (StK 11.5.) |